Wie in einem der letzten Einträge mal erwähnt wollte ich dem Thema Homosexualität mal einen eigenen Eintrag widmen.
Erschreckend, dass im Jahr 2009 immer noch Menschen aufgrund ihrer sexuellen Neigungen beziehungsweise Gefühlen diskriminiert werden. Alleine wie oft das Wort „Schwul“ zur Beschimpfung benutzt wird. Da muss man nur einmal eine halbe Stunde mit der Bahn fahren und schon ist man für den Rest des Tages bedient. Warum ist das so? Versuche mich stets in die Menschen hineinzudenken, doch schaffe es nicht, das ist mir zu verrückt. Liegt es an der Erziehung oder die Beeinflussung durch Freunde…weiß es wirklich nicht. Dabei gehen Mädels viel relaxter mit Homosexualität um als Kerle. Vielleicht denken sie, sie würden von Schwulen bedrängt werden. Sich aber dann Pornos anschauen wo es vornehmlich um Analverkehr geht, nur eben mit Mann und Frau. Dabei ist es, von der rein sexuellen Handlungsweise genau dasselbe.
Mädchen dagegen brüsken sich mit ihren schwulen Kumpels, weil sie anscheinend die besseren Männer sind und die Frauen verstehen, dabei ist das auch nur Zufall, den einige der Homosexuellen die ich kenne, sind genauso Mann wie Heten.
Ich wurde in dieser Hinsicht sehr offen erzogen und bei uns war „Schwul/Lesbisch sein“ nie ein Thema im negativen Sinne. Ich wäre noch genauso die Tochter meiner Eltern, wenn ich lesbisch wäre, denn letztendlich geht es doch ums Menschsein und weniger darum wer hier mit wem ins Bett geht. Man ist doch kein schlechterer Mensch, wenn Mann Mann oder Frau Frau liebt. Vielleicht liegt der in der Gesellschaft haftende Ekel noch an dem Einfluss der Kirche, obwohl bei den Katholiken gerade die größten Verbrechen geschehen sind. Und bei Zwang oder Sex mit Minderjährigen hört der Spaß auf.
Vor ein paar Jahren gab ich mich der Illusion hin, dass die Liebe zwischen Männern viel intensiver ist, weil sie eben so viele gesellschaftliche Schranken überwinden müssen und Vorurteilen ausgesetzt sind. Noch immer sieht man relativ wenige gleichgeschlechtliche Pärchen auf der Straße, abgesehen von der Dresdener Neustadt. Vielleicht liegt es an meinem Frau sein, werde schließlich nie wirklich erfahren können, wie es ist als Mann mit einem Mann zu schlafen. Könnte ich für einen Tag mein Geschlecht tauschen so würde ich wahrscheinlich beides ausprobieren. Ein anderer Grund für die Spinnereien mag wohl die Literatur sein. Lest einmal Patricia Nell Warren: „Der Langstreckenläufer“ oder Alexander Ziegler: „Die Konsequenz“ und ihr werdet verstehen, was ich hier krampfhaft versuche auszudrücken. Alle Geschichten enden in irgendeiner Weise tragisch, die Liebe scheitert am Hass der Gesellschaft. „Die Konsequenz“ wurde sogar Ende der 70er verfilmt und verboten, weil sich der Bayrische Rundfunk, auf Druck der Kirche, weigerte diesen zu senden.
In den letzten Jahrzehnten ist für Homosexuelle vieles einfacher geworden, doch der Kampf um Anerkennung und Gleichberechtigung ist noch lange nicht zu Ende. Erst wenn die Mauern in den Gehirnen Einzelner niedergerissen sind und „Anders sein“ nicht automatisch „Abartig sein“ bedeutet wird das Thema nicht mehr angesprochen werden. Denn schließlich kann man sagen, solange Homosexualität noch ein Thema ist, kann man nicht von Gleichstellung sprechen.
Zur Liebe zwischen Frauen kann ich mich nicht äußern, da ich keine Lesben persönlich kenne. Ich halte mich lieber an Männer, finde da mehr Befriedigung, doch das ist wiederum ein anderes Thema.
Pushed around and kicked around
Always a lonely boy
You were the one
That theyd talk about around town
As they put you down
And as hard as they would try
They hurt to make you cry
But you never cried to them
Just to your soul
No you never cried to them
Just to your soul
(Bronski Beat: Small Town Boy)
Freitag, 18. September 2009
Donnerstag, 17. September 2009
Arbeitsmoral und Mindestlohn
Was motiviert einen Menschen tagtäglich aufzustehen, zu seiner Arbeit zu schlurfen, um sich letztendlich die Frage zu stellen, für was und vor allem für wen man das macht? Für was ist eigentlich klar – für ein paar müde Mark am Monatsende. Bleibt nur noch das WEN, denn so egoistisch es klingen mag, so kann ich mir doch nichts davon kaufen, wenn die Gäste es mit einer Selbstverständlichkeit hinnehmen, dass man sich für sie den Arsch aufreißt und versucht die unendlichen Sonderwünsche zu erfüllen. Das Wort Danke ist selten geworden in unserer Welt. Ich möchte nun nicht jeden über einen Kamm scheren, doch tendenziell kann man die These aufstellen, je dicker die Börse, desto spärlicher wird die Dankesbekundung.
Klar ist, dass die Leute etwas für ihr Geld erwarten, klar ist auch, dass der Service funktionieren muss, doch anscheinend denken einige, sie seien die einzigen Gäste und könnten einen nach belieben hin und her scheuchen. Und wer denkt in der Gastronomie seien nur Facharbeiter, der hat den Schuss nicht gehört. So war es auch in den vergangen Tagen – ein Gelernter und eine unüberschaubare Größe an Studenten oder anderen Personen, die das eben nicht gelernt sondern erlernt haben.
Gestern war eine Eröffnung eines Shopping Centers…..wieder einmal. Jetzt hat die Stadt Dresden auf der Prager Str. gefühlte 30 Schuhläden, 2 H&M, 2 NY…die Liste könnte endlos weiter geführt werden. Welcher Mensch braucht noch einen Konsumtempel, wenn die Läden im Umkreis von 100 Meter sowieso schon vertreten sind? Das ist so sinnlos, wer soll da einkaufen gehen? Ich habe dazu keine Kohle, denn mein schwerlich erarbeitetes Geld geht für die Miete und den Fixkosten drauf, weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal richtig einkaufen war. Ist wahrscheinlich Jahre her, ich kann mich nicht mehr daran erinnern. Auf alle Fälle waren die Ansprachen echt der Knaller. „Dresden hat eine Attraktion mehr!“ Wie was – welche Attraktion? Und weil es in dem Laden auch einen Media Markt gibt, konnte der Redner voller Stolz verkünden, dass in diesem regionale Produkte angeboten werden. Für die Unwissenden…er meinte den bekannten Chiphersteller. AMD Produkte gibt es natürlich in den 60 Meter entfernten Saturn nicht zu kaufen. Dabei gehören doch Media Markt und Saturn zu ein und derselben Handelsgruppe. Was für eine Farce!
Jedenfalls ist dieses Ding ein Grund mehr die Innenstadt zu meiden.
Zu meinem aktuellen Lieblingsthema: Mindestlohn! Ich verdiene rund 600 Euro im Monat und gehe dafür 100 Stunden arbeiten, neben dem Studium, doch so richtig weiß ich nicht, wie ich mein Leben davon finanzieren soll. Mehr als Essen kaufen und am Wochenende mal Bierchen in der Kneipe sind da nicht drin. Das mag den einen vielleicht ausreichen, doch ich würde mir gerne mal mehr leisten. Wo also liegt der Anreiz zum arbeiten? Diese Frage kann ich nicht beantworten, denn jeder Harz IV Empfänger hat am Anfang des Monats genau so viel in der Tasche wie ich, wenn man bedenkt, dass die Miete und Krankenversicherung von der Agentur bezahlt werden. So hat der Arbeitslose 350 Euro Netto im Portemonnaie. Zieht man jetzt noch Versicherung und Telefon/Internet ab, bleiben rund 290 Euro. Wenn ich die Fixkosten abziehe, bleibt mir genauso viel. Ist das gerecht? Nein. Daher bin ich für einen gesetzlichen Mindestlohn, die Menschen müssen motiviert werden, sich einen Job zu suchen und für 5.77 Euro die Stunde würde ich auch nicht arbeiten gehen. Da frage ich mich, weshalb die Menschen nicht auf die Straße gehen. Warum lassen wir uns das Gefallen? Da werden Millionen Abfindungsgehälter gezahlt (Ex-Arcandor Chef Eick 15 Mio) für Personen, die ein Unternehmen in den Ruin treiben, weil sie immer mehr wollen. Wenn ich scheiße auf Arbeit baue, bin ich schneller meinen Job los, als ich gucken kann. Und eine Abfindung bekomme ich auch nicht – ist die Welt nicht ungerecht? Hier wird mit zweierlei Maß gemessen.
So frage ich mich, was soll ich nächste Woche wählen? Die SPD hat sich nun dem Thema Mindestlohn angenommen. Doch wo war der Schrei nach einem Mindestlohn, als es noch eine Rot/Grüne Koalition gab? Aber sie wissen ganz genau, dass sie diese Pläne in Zeiten der großen Koalition nicht umsetzen können oder konnten. Den LINKEN kaufe ich das durchaus ab, doch habe ich Vorbehalte sie auf Bundesebene zu wählen. Bei CDU, FDP und NPD zeige ich gleich die rote Karte, bleiben also nur noch die GRÜNEN, wenn sie sich wieder rückbesinnen auf ihre eigentlichen Ziele. Und die aufstrebende Piraten Partei hat nur ihr Thema Medienfreiheit – und das ist mir ehrlich gesagt zu wenig.
Für welche Partei ihr euch auch entscheidet, geht wählen!!!!!! Nur so könnt ihr etwas ändern. Nicht Wähler, sind keine Demokraten!
Cause it's a bittersweet symphony this life
Trying to make ends meet, trying to find some money then you die
I'll take you down the only road I've ever been down
(The Verve: Bitter Sweet Symphony)
Klar ist, dass die Leute etwas für ihr Geld erwarten, klar ist auch, dass der Service funktionieren muss, doch anscheinend denken einige, sie seien die einzigen Gäste und könnten einen nach belieben hin und her scheuchen. Und wer denkt in der Gastronomie seien nur Facharbeiter, der hat den Schuss nicht gehört. So war es auch in den vergangen Tagen – ein Gelernter und eine unüberschaubare Größe an Studenten oder anderen Personen, die das eben nicht gelernt sondern erlernt haben.
Gestern war eine Eröffnung eines Shopping Centers…..wieder einmal. Jetzt hat die Stadt Dresden auf der Prager Str. gefühlte 30 Schuhläden, 2 H&M, 2 NY…die Liste könnte endlos weiter geführt werden. Welcher Mensch braucht noch einen Konsumtempel, wenn die Läden im Umkreis von 100 Meter sowieso schon vertreten sind? Das ist so sinnlos, wer soll da einkaufen gehen? Ich habe dazu keine Kohle, denn mein schwerlich erarbeitetes Geld geht für die Miete und den Fixkosten drauf, weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal richtig einkaufen war. Ist wahrscheinlich Jahre her, ich kann mich nicht mehr daran erinnern. Auf alle Fälle waren die Ansprachen echt der Knaller. „Dresden hat eine Attraktion mehr!“ Wie was – welche Attraktion? Und weil es in dem Laden auch einen Media Markt gibt, konnte der Redner voller Stolz verkünden, dass in diesem regionale Produkte angeboten werden. Für die Unwissenden…er meinte den bekannten Chiphersteller. AMD Produkte gibt es natürlich in den 60 Meter entfernten Saturn nicht zu kaufen. Dabei gehören doch Media Markt und Saturn zu ein und derselben Handelsgruppe. Was für eine Farce!
Jedenfalls ist dieses Ding ein Grund mehr die Innenstadt zu meiden.
Zu meinem aktuellen Lieblingsthema: Mindestlohn! Ich verdiene rund 600 Euro im Monat und gehe dafür 100 Stunden arbeiten, neben dem Studium, doch so richtig weiß ich nicht, wie ich mein Leben davon finanzieren soll. Mehr als Essen kaufen und am Wochenende mal Bierchen in der Kneipe sind da nicht drin. Das mag den einen vielleicht ausreichen, doch ich würde mir gerne mal mehr leisten. Wo also liegt der Anreiz zum arbeiten? Diese Frage kann ich nicht beantworten, denn jeder Harz IV Empfänger hat am Anfang des Monats genau so viel in der Tasche wie ich, wenn man bedenkt, dass die Miete und Krankenversicherung von der Agentur bezahlt werden. So hat der Arbeitslose 350 Euro Netto im Portemonnaie. Zieht man jetzt noch Versicherung und Telefon/Internet ab, bleiben rund 290 Euro. Wenn ich die Fixkosten abziehe, bleibt mir genauso viel. Ist das gerecht? Nein. Daher bin ich für einen gesetzlichen Mindestlohn, die Menschen müssen motiviert werden, sich einen Job zu suchen und für 5.77 Euro die Stunde würde ich auch nicht arbeiten gehen. Da frage ich mich, weshalb die Menschen nicht auf die Straße gehen. Warum lassen wir uns das Gefallen? Da werden Millionen Abfindungsgehälter gezahlt (Ex-Arcandor Chef Eick 15 Mio) für Personen, die ein Unternehmen in den Ruin treiben, weil sie immer mehr wollen. Wenn ich scheiße auf Arbeit baue, bin ich schneller meinen Job los, als ich gucken kann. Und eine Abfindung bekomme ich auch nicht – ist die Welt nicht ungerecht? Hier wird mit zweierlei Maß gemessen.
So frage ich mich, was soll ich nächste Woche wählen? Die SPD hat sich nun dem Thema Mindestlohn angenommen. Doch wo war der Schrei nach einem Mindestlohn, als es noch eine Rot/Grüne Koalition gab? Aber sie wissen ganz genau, dass sie diese Pläne in Zeiten der großen Koalition nicht umsetzen können oder konnten. Den LINKEN kaufe ich das durchaus ab, doch habe ich Vorbehalte sie auf Bundesebene zu wählen. Bei CDU, FDP und NPD zeige ich gleich die rote Karte, bleiben also nur noch die GRÜNEN, wenn sie sich wieder rückbesinnen auf ihre eigentlichen Ziele. Und die aufstrebende Piraten Partei hat nur ihr Thema Medienfreiheit – und das ist mir ehrlich gesagt zu wenig.
Für welche Partei ihr euch auch entscheidet, geht wählen!!!!!! Nur so könnt ihr etwas ändern. Nicht Wähler, sind keine Demokraten!
Cause it's a bittersweet symphony this life
Trying to make ends meet, trying to find some money then you die
I'll take you down the only road I've ever been down
(The Verve: Bitter Sweet Symphony)
Freitag, 21. August 2009
Meer sehn
Urlaub vorbei und alles ist wieder beim alten. Morgen klingelt der Wecker 4.45 Uhr und zu Zeiten in denen ich unter Umständen erst nach Hause komme, werde ich aus dem Haus stolpern, um den Herrschaften ihr Frühstück zu servieren.
Nachdem ich selbst in den Genuss gekommen bin, bedient zu werden (Kaffee auf den Tisch und um den Rest kümmere dich selbst), will ich mich auch gar nicht beklagen. Doch nun ein paar Worte zu meinen oder besser gesagt unseren Urlaub. Letzten Dienstag ging es los, nach mächtigen Kampf- bzw. Kompetenzgerangel mit dem Navi (der traditionelle Autoatlas hat gewonnen) und rumgezicke meinerseits (wie fährst du denn, da musst du lang) kamen wir dann doch endlich, leicht entnervt, an. Eine Abkühlung im Nass war dann das Beste, um die erhitzten Gemüter wieder zu beruhigen. Das Grundstück im Norden Brandenburgs ist wirklich schön und idyllisch gelegen, der perfekte Ort, um die Seele ein paar Tage baumeln zu lassen, zur Ruhe zu kommen und das innere Gleichgewicht wieder herzustellen.
Und weil meine Urlaube gerne dramatisch beginnen, habe ich mich erst einmal die Treppe runtergestürzt. War aber alles halb so schlimm, weiß nicht hab da immer eine Menge Glück, dass außer Prellungen, Zerrungen und blaue Flecken nichts weiter passiert. Trotzdem ging es am Mittwoch ins Krankenhaus, nur um sicher zu sein. Als Kassenpatientin dachte ich, es würde Stunden dauern, doch ich wurde bevorzugt behandelt, vielleicht dachten die Ärzte auch, der Typ der mit mir war, hätte mich hinunter gestoßen. Ein großes Lob an das Team vom Krankenhaus Neuruppin – super Service, freundliche Menschen, die sich Zeit für einen nehmen. Ist leider selten geworden in Zeiten, in den Ärzte/Innen und Pfleger/Innen massenhaft Überstunden leisten müssen und Krankenhäuser wie Wirtschaftsunternehmen geführt werden bei denen Profit das Einzige ist was zählt. Raus aus dem Haus und mit Sorgen weniger erkundeten wir nun die Innenstadt, welche ein trostloses Bild wie so viele Ostdeutsche Städte angab. Da wird ein Center außerhalb der Stadt gebaut und jeder rammelt dorthin, anstatt die Innenstadt zu beleben, welche durchaus reizvoll ist. Wie dem auch sei, aufgrund des schönen Wetters waren wir sowieso nur am gammeln und lesen. Den See immer im Blick. Es war ähnlich wie in Dresden, man hat die Altstadtsilhouette schon hundert Male gesehen und schaut trotzdem immer wieder hin. Montag hieß es dann Abschied nehmen, da wir noch an die Ostsee wollten. Ohne großartigen Plan, ohne Zimmer auf gut Glück hin, wir werden schon etwas finden. Und so war es auch, 5 min vom Meer entfernt, fanden wir ein Appartement, mit dem oben angedeuteten Frühstücksservice. Sachen raus und ab ans beziehungsweise ins Meer. Herrlich klar, Algen- und Quallenfrei war es. Abends zog dann ein Gewitter aus und wir verkümmelten uns ins Zimmer, kloppten Rommé wie die Alten und da wir so erschlagen vom Tag waren, die Bürgersteige mit Verschwinden der Sonne in Kölpinsee hochgeklappt werden, gingen wir bald schlafen, um fit für das Schlemmerbuffet zu sein, was sich dann als wenig „schlemmer“ erwiesen hat. Aber dafür hat der Kaffee geschmeckt. Da das Wetter noch nicht so richtig wollte haben wir erst einmal die Seebäder abgeklappert, wo sich das Bild von jungen Familien und Rentnern über Rentnern konstant wiederholte. Die Ostsee scheint einfach nicht mehr „In“ bei den Jugendlichen zu sein oder zu teuer, keine Ahnung. Da es Nachmittags wieder aufklarte ging es ab zum Strand und ins Wasser, genau wie am darauf folgenden Tag. Ehrlich, das muss man genießen, wenn sich Usedom von seiner schönsten Seite zeigt und der Sommer noch einmal alles auffährt, was er zu bieten hat. Donnerstag rief dann die Pflicht und schweren Herzens traten wir die Heimreise an.
Fazit:
Wetter: 1a
Unterkunft: top
Stimmung: im Grundton positiv (bin nun einmal sehr launisch und mache es meinen Mitmenschen nicht immer leicht, meine Gedanken zu durchschauen)
In dem Sinne einen großen Dank an denjenigen der dies alles ermöglicht hat und mich so nimmt wie ich bin (auch wenn es manchmal schwer ist)
Paralyse me with your kiss
Wipe those dirty hands on me
Maybe we're looking for the same thing
Maybe you're the one who'll complete me
(Bloc Party: Halo)
Dienstag, 28. Juli 2009
Verrückte Menschen bereichern das Leben
Wenn man kuriose, mitunter verrückte Menschen sehen will, so ist am Wochenende die Neustadt der perfekte Ort. Sucht man minderjährige Mädels, die auf achtzehn geschminkt, sich tapfer an einen Schöfferhofer Grapefruit festhalten, um den einen oder anderen feschen Burschen verkrampft anzulächeln, den dann die zu Unterstützung mitgebrachten Freundinnen mit ihrem hysterischen Gekicher vergraulen, sodass der arme Kerl im vornherein verloren hat, so geht man am Besten in die einschlägigen R´n´B und House Schuppen oder positioniert sich davor, weil man für seine Sozialstudie nicht noch Eintritt bezahlen möchte.
Ist man eher an das Leben von Pseudo Punks (echte Punks haben nicht das neueste Fotohandy!) interessiert, so setzt man sich dezent vor die Scheune. Schöfferhofer Grapefruit wäre hier fatal, denn wenn es ein Bier gibt um nicht aufzufallen, sollte der involvierte Beobachter (Feld Experiment) doch zielsicher zur Sternburger Flasche greifen, vom Nachbarn den Hund, unter dem Vorwand des Gassi Gehens, ausleihen und möglichst die letzten Bravo Ausgaben mit dem Piercings zum anstecken gekauft haben. Für Fans vom Beobachten von Emo Kindern ist der Biergarten gleich neben der Scheune geeignet. Kleine traurige Emo Kinder sind meistens pummelige 15jährige mit Hello Kitty Handtaschen, ihre männlichen Pendants haben von dem zu wenig, was die dicken Kinder von Landau zuviel auf den Rippen mit sich rum tragen. Das Haar muss schwarz sein und möglichst im Gesicht hängen, sprich sie haben so eine Frisur, die aussieht als wären sie gerade aus dem Bett gestiegen, für die sie aber fünf Stunden vor dem Spiegel gestanden haben.
Pappnasen wie mich findet man meistens dort wo sich der Rest noch Kinderlose Mitte/Ende Zwanziger aufhalten. Alles muss etwas schmuddelig sein ohne assi zu wirken. Das Klientel ist bedacht, sein Äußeres so zu gestalten, dass man kaum oder gerade wegen der Dezentheit auffällt. Und wenn man meint alles schon zu kennen, so wird man immer wieder auf ein Neues belehrt. So saß ich mit meinen Freunden an einem Tisch wo bereits ein Pärchen Platz genommen hatte. Während wir munter die Woche besprachen, schwiegen sich die Beiden nur an. Nicht ein Wort fiel in 40 min. Auf meine Frage, weshalb sie sich so anschweigen bekam ich die Antwort „Wir haben heute Kinderfrei.“ Ist das eine plausible Erklärung? Für mich nicht, deshalb fragte ich weiter. „Und das ist der Grund warum ihr nicht miteinander redet?“ Ok, ich hätte keine weiteren Fragen stellen sollen, denn das war der Grund – kein Kind da, kein Gesprächsthema. Klasse! So möchte ich später nicht enden, Menschen die sich gegenseitig in den Abgrund schweigen. Was für eine Beziehung ist das, wenn sie sich nur noch über das Kind definiert? Ob das nun an meiner Fragerei lag oder die Herrschaften einfach nur müde waren weiß ich nicht, jedenfalls gingen sie dann nach Hause, schweigend versteht sich.
Wir wollten dann alsbald in die nächste Location. Als ich so abwartend dastand kam ein Kerl auf mich zu, der vor mir in die Knie ging und an meinen Stiefeln nestelte. Ich dachte er wolle mir unter den Rock schauen (als ob es da was bei Dunkelheit zu sehen gäbe) und bluffte ihn an, doch der Herr war weniger an meinem Genitalbereich interessiert als an meine Füße/Schuhe. Er hob mein Bein, steckte sich den halben Fuß in den Mud und biss zu. Nichts gegen Fetisch, es hätte meinen Stiefel für seine Befriedigung auch samt Bein in den Mund stecken könnten, bis die Schuhspitze seinen Rachen kitzelt, aber nicht zubeißen. Da hört der Spaß wirklich auf. War auch dementsprechend sauer auf den Typen oder vielmehr verblüfft. Höflichkeit ist alles. Für das nächste Mal: ich bin gerne bereit, mir die Stiefel lecken zu lassen, wenn man mich vorher fragt und mir sonst auf keiner Weise zu nahe kommt!
Welcome to the house of fun
Now I´ve come of age
Welcome to the house of fun
Welcome to the lions den
Temptations on his way
Welcome to the house of…
(Madness: House of Fun)
Ist man eher an das Leben von Pseudo Punks (echte Punks haben nicht das neueste Fotohandy!) interessiert, so setzt man sich dezent vor die Scheune. Schöfferhofer Grapefruit wäre hier fatal, denn wenn es ein Bier gibt um nicht aufzufallen, sollte der involvierte Beobachter (Feld Experiment) doch zielsicher zur Sternburger Flasche greifen, vom Nachbarn den Hund, unter dem Vorwand des Gassi Gehens, ausleihen und möglichst die letzten Bravo Ausgaben mit dem Piercings zum anstecken gekauft haben. Für Fans vom Beobachten von Emo Kindern ist der Biergarten gleich neben der Scheune geeignet. Kleine traurige Emo Kinder sind meistens pummelige 15jährige mit Hello Kitty Handtaschen, ihre männlichen Pendants haben von dem zu wenig, was die dicken Kinder von Landau zuviel auf den Rippen mit sich rum tragen. Das Haar muss schwarz sein und möglichst im Gesicht hängen, sprich sie haben so eine Frisur, die aussieht als wären sie gerade aus dem Bett gestiegen, für die sie aber fünf Stunden vor dem Spiegel gestanden haben.
Pappnasen wie mich findet man meistens dort wo sich der Rest noch Kinderlose Mitte/Ende Zwanziger aufhalten. Alles muss etwas schmuddelig sein ohne assi zu wirken. Das Klientel ist bedacht, sein Äußeres so zu gestalten, dass man kaum oder gerade wegen der Dezentheit auffällt. Und wenn man meint alles schon zu kennen, so wird man immer wieder auf ein Neues belehrt. So saß ich mit meinen Freunden an einem Tisch wo bereits ein Pärchen Platz genommen hatte. Während wir munter die Woche besprachen, schwiegen sich die Beiden nur an. Nicht ein Wort fiel in 40 min. Auf meine Frage, weshalb sie sich so anschweigen bekam ich die Antwort „Wir haben heute Kinderfrei.“ Ist das eine plausible Erklärung? Für mich nicht, deshalb fragte ich weiter. „Und das ist der Grund warum ihr nicht miteinander redet?“ Ok, ich hätte keine weiteren Fragen stellen sollen, denn das war der Grund – kein Kind da, kein Gesprächsthema. Klasse! So möchte ich später nicht enden, Menschen die sich gegenseitig in den Abgrund schweigen. Was für eine Beziehung ist das, wenn sie sich nur noch über das Kind definiert? Ob das nun an meiner Fragerei lag oder die Herrschaften einfach nur müde waren weiß ich nicht, jedenfalls gingen sie dann nach Hause, schweigend versteht sich.
Wir wollten dann alsbald in die nächste Location. Als ich so abwartend dastand kam ein Kerl auf mich zu, der vor mir in die Knie ging und an meinen Stiefeln nestelte. Ich dachte er wolle mir unter den Rock schauen (als ob es da was bei Dunkelheit zu sehen gäbe) und bluffte ihn an, doch der Herr war weniger an meinem Genitalbereich interessiert als an meine Füße/Schuhe. Er hob mein Bein, steckte sich den halben Fuß in den Mud und biss zu. Nichts gegen Fetisch, es hätte meinen Stiefel für seine Befriedigung auch samt Bein in den Mund stecken könnten, bis die Schuhspitze seinen Rachen kitzelt, aber nicht zubeißen. Da hört der Spaß wirklich auf. War auch dementsprechend sauer auf den Typen oder vielmehr verblüfft. Höflichkeit ist alles. Für das nächste Mal: ich bin gerne bereit, mir die Stiefel lecken zu lassen, wenn man mich vorher fragt und mir sonst auf keiner Weise zu nahe kommt!
Welcome to the house of fun
Now I´ve come of age
Welcome to the house of fun
Welcome to the lions den
Temptations on his way
Welcome to the house of…
(Madness: House of Fun)
Montag, 20. Juli 2009
Alles Sommer oder was?
Was ist nur mit den Jahreszeiten passiert? Ist das nun der befürchtete Klimawandel oder einfach nur ein verregneter Sommer wie er in periodischen Abständen auftritt? Richtige Planung scheint unmöglich, wenn nicht einmal der örtliche Wetterdienst in der Lage ist, 24 Stunden vorher, halbwegs präzise den kommenden Tag zu beschreiben. Doch es gibt eine Faustregel: stets das was vorhergesagt wird trifft nicht ein. So hatten wir strahlendsten Sonnenschein, obwohl es regnen sollte und andersrum. Man ist der Versuchung erlegen, stets alles griffbereit mit sich zu führen, vom Bikini bis hin zum Regencape (wenn ich so etwas besitzen sollte). So kam ich auch Samstagnacht pitschnass mit durchweichten Schuhen, Strickjacke und brummenden Schädel nach Hause. Nicht dass ich mir das Wetter schön saufen wollte, vielmehr war die Plörre, welche beim Wiesen-Open-Air ausgeschenkt wurde einfach ungenießbar. Es war viel zu warm und Schal, der Depp, der die Zapfanlage eingestellt hat gehört an den Pranger! Vielleicht bin ich da zu anspruchsvoll, doch kann man nicht für zwei Euro ein ordentliches Bier verlangen? Nun denn, wäre ich nicht so furchtbar müde gewesen, dass es mich gegen fünf ins Bett zog, hätte ich ausgeharrt bis sich die Wetterlage ändert oder eine Blasenentzündung meine Pläne durchkreuzt.
Da ich mich nun fast einen Monat lang nicht gemeldet habe, nun ein kurzer Abriss der vergangenen Wochen. Am 03. Juli war es soweit, mein Freund kam aus dem fernen Osten und hilft derzeit erneut östlichen „Schwellenländern“, nur nicht mehr ganz soweit entfernt. Doch macht das einen Unterschied, ob es nun 6000 oder 700 km sind?
Jede Kultur hat seine Macken und verkrampft wird nach Stereotypen gesucht, die dann meist auch gefunden werden. Ich als langjährige Randpolin kenne dieses Völkchen recht gut und trotz vieler positiver Erlebnisse und netten Menschen hat man ein negatives vorgeprägtes Bild von ihnen. Eigentlich schade, dass ich das hier so zugeben muss. Schätze mich als recht toleranten Menschen ein, doch so tolerant bin ich im Innersten vielleicht gar nicht. Doch dies ist ein anderes Thema.
Jedenfalls habe ich die 10 Tage sehr genossen. Brav stand ich des Morgens am Dresdner Flughafen und wartete auf ihn, wobei ich gewissenhaft das Angebot der angrenzenden Bar studierte – ein potentieller Arbeitsplatz! Unser Wiedersehen glich eher eine Groteske als dem Bild welches uns in unzähligen Hollywood Filmen vermittelt wird. Kein Gekreische, kein Geheule, kein wildes aufeinander zu Gestolpere, kein animalisches Zunge in den Hals rammen. Es war eher ein verkrampftes aufeinander zugehen, wenigstens Dresden erstrahlte im sommerlichen Glanz. In der Residenz angekommen viel die Scheu mit den Kleidungsstückn und echte Freude konnte sich endlich breit machen. Gelöst konnten wir danach in das Wochenende starten, welches dann recht harmonisch und in friedlicher Koexistenz verlief.
Montag trübte sich das Bild, als mir vorsichtig vermittelt wurde, dass wir uns demnächst erneut nur über Kameras sehen werden können, doch was soll man machen es ist schließlich sein Job und in Zeiten der Wirtschaftkrise darf man sich glücklich schätzen einen Vollzeitjob zu haben und nicht wie tausend andere in Kurzarbeit zu darben. Wer weiß schon was es endlich ausgestanden ist, ob wir daraus etwas lernen werden oder uns das Ausmaß noch gar nicht bewusst ist. Der Realkapitalismus ist schon in seinen Zügen pervers, doch auch dies ist ein anderes Thema und regt mich zu sehr auf. Zurück zum eigentlichen Thema: nach drei sommerlichen Tagen war es dann auch schon wieder vorbei. Ich meine die Temperaturen stimmen halbwegs, nur der Rest lässt auf sich warten. Meine drei Arbeitstage waren geprägt vom Verweilen in diversen Hotels und dümmlichen Dauergegrinse sowie so viel Zeit wie möglich miteinander zu verbringen, denn die baldige Abreise war wie dunkle Gewitterwolken am Horizont stets präsent. Einen Tag ging`s dann abends im Kino zu „Brüno“ und was haben wir herrlich gelacht, obwohl es eigentlich zu heulen ist, wie homophob die ländlichen US Amerikaner sind. Doch ist es hier so anders? Ich kann mir da kein rechtes Urteil erlauben, weil’s mir herzlich egal ist, wer mit wem ins Bett geht und was Mann/Frau, Frau/Frau oder Mann/Mann dort anstellen, solange beide Freude daran haben. Doch dies ist auch eines jener komplexen Themen, die ich mal gesondert abhandeln muss.
Freitag bin ich dann erfolgreich in 27. Lebensjahr geschlittert. Obwohl ich diesem Tag normalerweise genauso wenig Bedeutung zugestehe wie den restlichen 364 Tagen im Jahr, muss ich doch ehrlich zugeben, dass mein Geburtstag wirklich schön war. Am darauf folgenden Tag haben wir mit Freunden gegrillt und obwohl das Wetter uns einen Strich durch die Rechnung machen wollte, haben wir auf den Regen geschissen und tapfer bis in die Nacht im Freien ausgeharrt, bevor wir dann letztendlich doch ins Trockene geflüchtet sind. War ein wirklich schöner und lustiger Abend mit Freunden und Kumpels, auch wenn ich dann noch wutentbrannt in der Nacht die Küche gewischt habe, weil ich ständig über Glas lief und meine Socken am Boden kleben blieben.
Behind your veil I found a body underneath
inside your head were things I never thought about
you know that I would love to see you next year
I hope that I am still alive next year
(Maximo Park: Apply Some Pressure)
Da ich mich nun fast einen Monat lang nicht gemeldet habe, nun ein kurzer Abriss der vergangenen Wochen. Am 03. Juli war es soweit, mein Freund kam aus dem fernen Osten und hilft derzeit erneut östlichen „Schwellenländern“, nur nicht mehr ganz soweit entfernt. Doch macht das einen Unterschied, ob es nun 6000 oder 700 km sind?
Jede Kultur hat seine Macken und verkrampft wird nach Stereotypen gesucht, die dann meist auch gefunden werden. Ich als langjährige Randpolin kenne dieses Völkchen recht gut und trotz vieler positiver Erlebnisse und netten Menschen hat man ein negatives vorgeprägtes Bild von ihnen. Eigentlich schade, dass ich das hier so zugeben muss. Schätze mich als recht toleranten Menschen ein, doch so tolerant bin ich im Innersten vielleicht gar nicht. Doch dies ist ein anderes Thema.
Jedenfalls habe ich die 10 Tage sehr genossen. Brav stand ich des Morgens am Dresdner Flughafen und wartete auf ihn, wobei ich gewissenhaft das Angebot der angrenzenden Bar studierte – ein potentieller Arbeitsplatz! Unser Wiedersehen glich eher eine Groteske als dem Bild welches uns in unzähligen Hollywood Filmen vermittelt wird. Kein Gekreische, kein Geheule, kein wildes aufeinander zu Gestolpere, kein animalisches Zunge in den Hals rammen. Es war eher ein verkrampftes aufeinander zugehen, wenigstens Dresden erstrahlte im sommerlichen Glanz. In der Residenz angekommen viel die Scheu mit den Kleidungsstückn und echte Freude konnte sich endlich breit machen. Gelöst konnten wir danach in das Wochenende starten, welches dann recht harmonisch und in friedlicher Koexistenz verlief.
Montag trübte sich das Bild, als mir vorsichtig vermittelt wurde, dass wir uns demnächst erneut nur über Kameras sehen werden können, doch was soll man machen es ist schließlich sein Job und in Zeiten der Wirtschaftkrise darf man sich glücklich schätzen einen Vollzeitjob zu haben und nicht wie tausend andere in Kurzarbeit zu darben. Wer weiß schon was es endlich ausgestanden ist, ob wir daraus etwas lernen werden oder uns das Ausmaß noch gar nicht bewusst ist. Der Realkapitalismus ist schon in seinen Zügen pervers, doch auch dies ist ein anderes Thema und regt mich zu sehr auf. Zurück zum eigentlichen Thema: nach drei sommerlichen Tagen war es dann auch schon wieder vorbei. Ich meine die Temperaturen stimmen halbwegs, nur der Rest lässt auf sich warten. Meine drei Arbeitstage waren geprägt vom Verweilen in diversen Hotels und dümmlichen Dauergegrinse sowie so viel Zeit wie möglich miteinander zu verbringen, denn die baldige Abreise war wie dunkle Gewitterwolken am Horizont stets präsent. Einen Tag ging`s dann abends im Kino zu „Brüno“ und was haben wir herrlich gelacht, obwohl es eigentlich zu heulen ist, wie homophob die ländlichen US Amerikaner sind. Doch ist es hier so anders? Ich kann mir da kein rechtes Urteil erlauben, weil’s mir herzlich egal ist, wer mit wem ins Bett geht und was Mann/Frau, Frau/Frau oder Mann/Mann dort anstellen, solange beide Freude daran haben. Doch dies ist auch eines jener komplexen Themen, die ich mal gesondert abhandeln muss.
Freitag bin ich dann erfolgreich in 27. Lebensjahr geschlittert. Obwohl ich diesem Tag normalerweise genauso wenig Bedeutung zugestehe wie den restlichen 364 Tagen im Jahr, muss ich doch ehrlich zugeben, dass mein Geburtstag wirklich schön war. Am darauf folgenden Tag haben wir mit Freunden gegrillt und obwohl das Wetter uns einen Strich durch die Rechnung machen wollte, haben wir auf den Regen geschissen und tapfer bis in die Nacht im Freien ausgeharrt, bevor wir dann letztendlich doch ins Trockene geflüchtet sind. War ein wirklich schöner und lustiger Abend mit Freunden und Kumpels, auch wenn ich dann noch wutentbrannt in der Nacht die Küche gewischt habe, weil ich ständig über Glas lief und meine Socken am Boden kleben blieben.
Behind your veil I found a body underneath
inside your head were things I never thought about
you know that I would love to see you next year
I hope that I am still alive next year
(Maximo Park: Apply Some Pressure)
Dienstag, 23. Juni 2009
Andere Länder andere Sitten

Es ist immer wieder schön zu sehen, welche Sitten fremde Länder haben
und wie Abfall entsorgt wird. Das erste Bild ist ein Hinweis, dass man an dieser Stelle wohl nicht baden gehen sollte, wenn nicht einmal die Fische den Brack überleben. Vielleicht kann mir das Hinweisschild mal jemand übersetzen.
Bild numero 2 und 3 zeigen anschaulich, wie Chinesen mit angespühlten Unrat, hier ein Schwein, welches sich vor der Schlachtung retten wollte und jämmerlich ertrunken ist, umgehen. Es wird kurzerhand vergraben. Friedhof der Kuscheltiere wenn man so will. Spaßeshalber Mitmenschen eingraben, sollte man an diesem Strandabschnitt tunlichst unterlassen. Wer weiß schon, was sich sonst noch alles im Sand versteckt? Kinder (ein Kind Politik), Hunde, Katzen, Enten, Verurteilte (höchste Rate beim Vollzug der Todesstrafe), Urlauber, Fremdarbeiter, Reisbauern, Affen, Meeresgetier, Schlangen, Japaner, Hühner - oder alles was man in Chinas Garküchen so findet.
Sonntag, 21. Juni 2009
Drei Tage Rock`n`Roll
Sind die Bullen im Anmarsch werden wir unsichtbar!
Geschafft! Physisch wie Psychisch. Hier das Kurzprotokoll:
Do: Arbeit 10.00-14.00 Uhr
Unikram erledigen 15.00-17.00 Uhr
Schlafen 17.00-18.00 Uhr
Telefonieren 18.45-20.00 Uhr
Bierstube mit dem Bär 21.30-0.30 Uhr (und viel zu viel Alkohol)
Fr: Aufstehen 11.00 Uhr
Frühstück
Telefonieren 13.00-14.30 Uhr
Einkaufen/Essen
Arbeit 16.00-24.00 Uhr
BRN bis 5.30 Uhr (ohne viel Alkohol)
Sa: Aufstehen 13.00 Uhr
Frühstück
Telefonieren 13.30-14.30 Uhr
Lesen/Uni/Körperhygiene
16.45-1.00 Arbeit
BRN bis 5.30 Uhr
Schlafen
Heute werde ich auf meinen Körper hören und mich im Nichtstun laben. Etwas lesen, etwas schreiben, kochen und dann am Abend noch einen Film schauen, man kann ja nicht jeden Tag weggehen, so mal das der Geldbeutel nicht zulässt, wobei ich sagen muss, dass ich in den vergangenen drei Tagen nicht viel ausgegeben habe.
Die BRN ist ein günstiger, Studentenfreundlicher Ort.
Eigentlich hatte ich überhaupt nicht vor, mich dieses Jahr in die Menschenmassen zu stürzen, doch wie so oft werden die Pläne kurzerhand über Bord geworfen. Am Freitag war ich sogar gezwungen mich in die Neustadt zu begeben, da ein schwerer Unfall auf den Gleisen dazu führte, dass keine Bahn mehr Richtung Bett fuhr. Und weil ich keine Lust hatte stundenlang an der Haltestelle mit all den anderen Pappnasen zu warten begab ich mich ins Getümmel, wobei ich bemüht war möglichst einen Sitzplatz zu ergattern, da die Beine schmerzten.
Samstag war die Stimmung viel aggressiver, ich kam an und mir flogen erst einmal Bierflaschen entgegen. Diese bekloppten Menschen, wenn sie keinen Alkohol vertragen oder der dazu führt, dass die Kinder übermütig werden, dann sollen sie doch bitteschön zu Hause bleiben und nicht unschuldige Menschen in Gefahr bringen. Kann nämlich auf Scherben im Gesicht durchaus verzichten. Zehn Meter weiter gab es dann fast die nächste Prügelei und nur weil einer den anderen aus versehen angerempelt hat, das passiert nun einmal wenn sich tausende durch Strassen wälzen.
Egal, ich freu mich jedenfalls über jeden Tag den ich hier mehr oder weniger gut über die Runden bringe. Die kommende Woche wird noch einmal anstrengend aber dann kann der Sommer beginnen. Wo wir gerade beim Wetter sind: Es ist Juni und hier sieht alles wenig junilich aus. Regen, Wetterkapriolen, kühl oder schwül…ich glaube wir sind eher im April als im wohlverdienten und lang ersehnen Sommer.
Watch me shine, as all the lights closes down
it's just a talent of mine
You know I die whenever I want
So go chase fortune when I'm gone
I'm guilty of reading my own past
So don't forget If I don't live today, then I might be here tomorrow
If I don't live today, then I might be here tomorrow
(Mando Diao: If I don't live today, then I might be here tomorrow)
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